Trinkwasser in Gefahr

Wassereinzugsgebiete und Aufsuchungsgebiete für Kohlenwasserstoffe in und um Hamburg. Quelle: Hamburg Wasser

Wassereinzugsgebiete und Aufsuchungsgebiete für Kohlenwasserstoffe in und um Hamburg. Quelle: Hamburg Wasser

Nicht nur in Hamburg, auch in den umliegenden Ländern sind Aufsuchungserlaubnisse vergeben worden, deren Gebiete bis unmittelbar an Hamburgs Grenzen reichen. Es sind bisher das Aufsuchungsfeld Schwarzenbek in Schleswig-Holstein sowie Lüneburg und Oldendorf in Niedersachsen; weitere Konzessionsanträge in Schleswig-Holstein befinden sich im Erlaubnisverfahren (Karte, 5,7 MB), darunter auch das Aufsuchungsgebiet Elmshorn im Nordwesten von Hamburg.

Die Aufsuchungsfelder überdecken großräumig Trinkwassereinzugsgebiete, was nicht nur Einwohnern, sondern auch den Wasserwerkern die Sorgenfalten auf die Stirn treibt. Nicht auszudenken, wenn beispielsweise in westlichen „Schwarzenbek“ ein Störfall mit verschütteter Frac-Flüssigkeit passierte oder eine Bohrung undicht würde: Hier befindet sich das Trinkwassereinzugsgebiet für das Hamburger Wasserwerk Curslack, das knapp ein Fünftel von Hamburgs Trinkwasserversorgung sicherstellt.

Als hochproblematisch werden die sog. Versenk- oder Verpressbohrstellen angesehen. Darin wird der rückgeförderte Flowback vom Fracken und das unvermeidliche Lagerstättenwasser verpresst. Allein in Niedersachsen gibt es 49 solcher Sondermüllbohrungen, in die inzwischen Milliarden und Abermilliarden Liter dieser Giftbrühe „verpresst“ wurden.

Doch auch die Gasindustrie (Fördern; Verpressen) in Wasserschutzgebieten stellt ein großes Risiko dar.

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