Nächste BI-Sitzung

Die nächste Sitzung der BI FrackingFreies Harburg findet nach Bedarf und auf Anfrage über info(a)(t)bi-ffh-harburg.de oder Telefon(Kontakt) statt.

Wer kurz erfahren möchte worum es geht, sollte sich ca. 4 Min Zeit nehmen:     Anonymous – Fracking, Gift für unsere Erde

 

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Fracking: Trinkwasser in Gefahr?

LaWaLeitungFracking: Trinkwasser in Gefahr?
Dokumentation von Alexa Höber und Matthias Jung auf NDR Markt

Die Menschen fürchten ums Trinkwasser. Denn es wurden und werden giftige Chemikalien in die Erde gepumpt – beim Fracking und beim Entsorgen der Abwässer. Besteht Gefahr für unser Trinkwasser?

Hier
http://www.ardmediathek.de/ndr-fernsehen/markt/fracking-trinkwasser-in-gefahr?documentId=16984140
abrufbar, bis der Beitrag depubliziert wird.

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Bericht vom bundesweiten Anti-Fracking-Tag in Hamburg

Gestern wurde in Deutschland auf die Gefahren und Risiken von Fracking ( Hydraulic Fracturing ) aufmerksam gemacht. Auch in Hamburg gingen die Bürgerinitiativen auf die Straße. Einen Bericht und Eindrücke von der Demo kann man auf vierlaender.de lesen.

Das Hamburg Journal berichtete von der Demonstration der Fracking Gegner.             Leider wurde das Ausmaß von Fracking auf dem Hamburger Gebiet nicht korrekt dargestellt. Hamburg Journal 31. August um 19:30 Uhr                                                            Zur Richtigstellung  gibt es hier die Karte zur Erlaubnis des Hamburger Senates an Exxon Mobil. Damit dürfte das Ausmaß der erteilten Aufsuchungserlaubnis für die tatsächlich betroffenen Stadtteile und deren Bevölkerung eine andere Gewichtung, als wie vom Hamburg Journal vermittelt, bekommen.                                                                               Nicht nur in Bergedorf hat man Angst.

   Aufsuchungsgebiet Vierlande, Karte mit Feldeseckpunkten

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Internationale Solidarität mit dem Widerstand in Balcombe

frack_off_BalcombeMitteilung der BÜRGERINITIATIVEN, VEREINE UND GRUPPEN AUS FRANKREICH, ITALIEN, DEUTSCHLAND, POLEN, ENGLAND, SCHWEIZ, KOLUMBIEN, CALIFORNIEN

Solidarität mit den Gegnern der Aufschlussbohrung nach Schiefergas in Balcombe (UK)

Seit über einem Monat leisten britannische Bürger mit Engagement friedlichen Widerstand gegen eine Aufschlussbohrung (Schieferöl bzw. –gas) in Balcombe (Sussex). Nach einer ersten Verhaftungswelle am 26. Juli haben die französischen Bürgerinitiativen gegen Fracking am 2. August einen Brief an alle europäischen Abgeordneten geschickt, in dem sie ihre Besorgnis vor einer immer mehr verbreiteten Politik in Europa, die manchmal mithilfe der Polizei umwelt-, gesundheits-, sicherheits- und für die lokalen Unternehmen wirtschaftsgefährende Projekte durchsetzt, ausdrücken.

Mittwoch, den 14. August hat das Gericht (Magistrate Court) von Crawley das von der Polizei angeordnete Verbot aufgehoben, das den verhafteten Personen wieder das Betreten des Gebietes um der Aufschlussbohrung untersagte, d.h. das Gebiet, wo Proteste stattfinden. Durch diese gerichtliche Entscheidung, die wir begrüßen, bestätigt das Gericht das Recht zur Demonstration für alle britannischen Bürger. Jedoch werden mehrere verhaftete Personen in Balcombe noch immer beschuldigt, den Trade Union Labour Relations Act zu verletzen. Das Urteil wird voraussichtlich am 2. Oktober gesprochen.

Obwohl wir uns über die Entscheidung des Magistrate Court in Crawley freuen, sorgen wir uns um die ca. 30 Verhafteten, die am 19. August teilweise gewaltsam festgenommen wurden. An diesem Tag kamen zwischen ein bis zwei Tausende Demonstranten, um zusammen ihren Unmut auszudrücken. Sie wurden von 400 Polizisten im Empfang genommen, die vor Ort nicht die Interessen der Bürger schützten, sondern die des privaten Unternehmens Cuadrilla, das seit zwei Wochen die umstrittene Bohrung angefangen hat. Die einzige Vertreterin der Green Party in Großbritannien – Caroline Lucas – wurde ebenfalls von den Polizeikräften festgenommen.

Bericht im ARD-Weltspiegel, 25. August 2013
Großbritannien: Fracking? Nein, danke!
Ein Dorf geht gegen Regierungspläne auf die Barrikaden

[Text] [Mitschnitt]

Die französischen, italienischen, deutschen, schweizer und kolumbianischen Bürgerinitiativen und Vereine gegen Fracking wiederholen ihre Unterstützung für die engagierten britannischen Bürger, die ihre Umwelt und ihre Lebensqualität schützen und sagen einstimmig NEIN zu jeglicher unkonventionellen Ausbeutung von fossilen Energieträger hier und anderswo.

Anlehnend an Studien zahlreicher Wissenschaftler bekräftigen wir hier unsere Überzeugung, dass die genannten unkonventionellen Energieträger (von der Ausbeutung bis zur Vermarktung) den Klimawandel verschlimmern. Sie können auf keinen Fall als Alternative zu konventionellen Energieträgern gelten und sie behindern eine Energiewende zur erneuerbaren Energie. Auf der wirtschaftlichen Ebene weisen mehrere Studien nach, dass das Schiefergas eine Finanzblase bildet, dass die sinkende Arbeitslosigkeit einen Augenwischerei ist, da diese Arbeitsplätze zeitbegrenzt sind, die Arbeitskräfte aus der Ferne kommen und unter prekären Bedingungen hausen. Darüber hinaus werden diese Arbeitsplätze niedriger Qualifikation nicht die vernichteten lokalen Arbeitsplätze ersetzen können (Landwirtschaft, Handel und Touristik).

Im Allgemeinen und in Anbetracht des Rechts jedes Mitgliedes der Europäischen Union, seinen eigenen Energiemix zu gestalten, fordern wir die Regierungschefs aller europäischen Länder auf, vorrangig alle Maβnahmen einzuleiten, die dem Ziel folgen, den Energieverbrauch zu senken, indem der Bevölkerung und gleichzeitig der Industrie geholfen wird, einen sparsamen Umgang mit den Gütern zu pflegen, und eine lokale Wirtschaft der erneuerbaren Energien zu entwickeln (und nicht die privaten Unternehmen zu unterstützen), damit eine nachhaltige Wirtschaft, die Qualität und die Sicherheit der Wasserversorgung, die Reinheit der Luft, die Schönheit der Landschaften und das Lebensumfeld der europäischen Bürger erhalten bleiben.

Unterstützer:

FRANKREICH
Carmen (02), Gazpart (02), Touche pas à mon schiste ! (07), Collectif 07 (07), Citoyens du Narbonnais Non Gaz et Pétrole de Schiste (11), Non au gaz de schiste Montélimar /Drôme Sud (26), Romans Nord Drôme des Collines (26), FRAPNA 26 (26), Roynac 26 (26), Gard Rhodanien (30), Cigalois (30), Les Mages AJC (30), Garrigue Vaunage (30), Roquedur-Le Vigan (30), Anduze (30), Gardonnenque – Petite Camargue (30), Viganais Non aux gaz et pétrole de schiste (30), Basta ! Gaz Alès (30), Nîmes anti schiste (30), Piémont cévenol (30), Gers Non au gaz de schiste (32), Bassin de Thau (34), Sète (34), Non aux gaz de schiste Canal-Lirou (34), Montpellier littoral Contre les gaz et pétrole de schiste (34), Ceressou (34), Orb-Jaur Non au gaz de schiste (34), Eco’lectif Dégaze Gignac et environs (34), Lodévois (34), Grand Montpellier (34), Pézenas (34), Clapiers (34), Inter-collectif Plaines du Languedoc Non au gaz de schiste (LR), Isère Stop aux GHRM (38), Haut-Jura (39), Martel Non au gaz de schiste et de Houille (46), Lot-et-Garonne Non au gaz de schiste (47), Association Stop au gaz de schiste-Non al gas d’esquist 47 (47), Causse Méjean – Gaz de schiste NON ! (48), Florac Non gaz de schiste (48), La Canourgue (48), Houille ouille ouille (59 / 62), Pays fertois (77), Pays de Coulommiers (77), Briard (77), Bocage gâtinais (77), CRI – Nonville (77), Association Nature-Environnement 77 (77), Union PNR de la Brie et des deux Morins (77), Collectif Marne-Ourcq-Multien (77), Stop pétrole de schiste 77 (77), Entrecasteaux (83), Collectif 83 (83), Essonne Non aux gaz et pétrole de schiste (91), Ile-de-France Non aux gaz et pétrole de schiste (IDF), Collectif ALDEAH / France et Amérique Latine, Association Gaïa – SOS planète en danger, Association nationale No Gazaran !

UNITED KINGDOM
Frack Off

POLEN
Occupy Chevron Żurawlów

DEUTSCHLAND
Interessengemeinschaft Schönes Lünne, IG Rees gegen Gasbohren e.V., BI Fracking freies Hessen

SCHWEIZ
Val-de-Travers Non aux forages d’hydrocarbures, Canton de Neuchâtel

ITALIEN
Accademia della Ventricina (Scerni, Vasto), Active Citizen (Roma), Animalisti Italiani Onlus (Roma), Associazione Ambiente e Salute di Correggio e San Martino (Reggio Emilia), Associazione Apnea Pantelleria Onlus (Trapani), Associazione Civica Porta Nuova (Vasto, Chieti), Associazione Ernesto Ragazzoni, Associazione per la Tutela della Salute e dell’Ambiente di Basilicata (Potenza), Associazioni Ambientaliste FOLGORE e DEMETRA (Trani), CARP Novara Onlus – Coordinamento Ambientalista Rifiuti Piemonte (Novara), Centro Internazionale Crocevia (Roma), Centro Studi Giuseppe Martella (Peschici, Foggia), Comitati Cittadini per l’Ambiente (Sulmona, L’Aquila), Comitato 5 Giugno (Lecco), Comitato Abruzzese del Paesaggio (Pescara), Comitato Abruzzese Difesa Beni Comuni (Teramo), Comitato ambientalisti Lombardia (Cremona), Comitato Ambiente e Sottosuolo (Modena), Comitato Carpignano Sesia, Comitato Difesa Nostro Territorio (Carpignano Sesia, Novara), Comitato No Petrolio (tollo CH), Emergenza Petrolio Abruzzo (Pescara), Fondo Ambiente Italia – Delegazione di Vasto (Vasto, Chieti), Gruppo d’Intervento Giuridico Onlus (Cagliari), Gruppo No Triv Cento (Ferrara), Libero Comitato Centroemilia (Ferrara), Mediterraneo No Triv (Policoro, Matera), Movimento Ambientalista BAT Puglia (Trani), No al progetto Eleonora (Arborea, Oristano), No Megacentrale (Guspini, Medio Campiano, Sardegna), No petrolio alta Irpinia (Avellino), No Scorie Trisaia (Rotondella, Matera), Nuovo Senso Civico (Lanciano, Chieti), Rete di Cittadini Liberi (Foggia), Terra che ci appartiene (Gonnosfanadiga, Medio Campiano, Sardegna), Terrambiente e sottosuolo (Modena), WWF Basilicata (Potenza), WWF Zona Frentana e Costa Teatina (Lanciano, Chieti)

KOLUMBIEN
Ambiental Doima – Piedras, Ambiental en Defensa de la Vida (Ibagué), Ambiental y Campesino Provincia de los Nevados, Ambiental Sur del
Tolima, Ambiental y Campesino de Anaime y Cajamarca

USA
Stop Fracking California State (Los Angeles)

Pressemitteilung von
„NEIN ZU SCHIEFER- ÖL UND -GAS UND KOHLEFLÖZGAS“
http://www.nongazdeschiste.fr/

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Als könnte es umweltfreundliches Fracking jemals geben: Die „Hannover-Erklärung“

Campact-Giftspritze und Demo vor dem Reichstag in Berlin

Die überwiegende Mehrheit der Einwohner Deutschlands lehnt Fracking als unnötig und gefährlich ab. (Foto: Campact)

Bürgerinitiativen weisen Fracking-Vorstoß von BGR und Helmholtz-Zentren zurück

(Bonn, Hannover, 02.08.2013) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU) und die Bürgerinitiative No Moor Fracking haben die „Hannover-Erklärung“ der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches Geoforschungszentrum (GFZ) und des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) zurückgewiesen. Sie bewerten diese Erklärung als untauglichen Versuch, in Deutschland einen Freibrief für den Einstieg in die umweltzerstörende Gasgewinnungsmethode Hydraulic Fracturing (Fracking) zu erhalten. Obwohl täglich immer neue Forschungsergebnisse über die Gefahren des Frackings publiziert werden, setzen die Verfasser unbeirrt auf Fracking mit begleitender Forschung.

Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz erklärt hierzu: „Die Abschlusserklärung zur Konferenz ‚Umweltverträgliches Fracking?‘ bringt keine neuen Aspekte in die Debatte. Die schablonenhaft vorgetragene Annahme, es gäbe ein ‚umweltverträgliches Fracking‘, die Forderungen nach Demonstrationsprojekten, umfangreichen Untersuchungen und nach der Einführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen sollen lediglich die Akzeptanz erhöhen. Ein ‚Green Fracking‘ existiert jedoch angesichts der vielschichtigen Risiken und tiefgehenden Eingriffe nicht. Selbst bei völligem Chemikalienverzicht kann sich das kontaminierte Lagerstättenwasser auf den gleichen Pfaden ausbreiten. Erst kürzlich veröffentlichte zudem die Duke University für dutzende Bohrungen mittels Isotopenanalysen den Nachweis von Methan im Grundwasser, welches aus der Lagerstätte stammt.“

„Gerade die Forderung nach Einführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung dient lediglich der Beruhigung der Öffentlichkeit.“ führt Thorben Gruhl von der Initiative No Moor Fracking aus. Er erläutert: „Es ist allgemein
bekannt, dass eine UVP kaum ein Projekt verhindert hat. Welch spärlicher Umfang der Gasindustrie dabei vorschwebt, zeigt die aktuelle Förderausweitung in Völkersen. Auch eine im Juni anberaumte Runde der Gasförderer mit dem niedersächsischen Umweltminister Wenzel brachte vor allem bunte Bilder und vage Worthülsen, dafür wenig Konkretes zu den Inhalten einer UVP.“

Für besonders durchsichtig halten der BBU und No Moor Fracking, dass die BGR einmal mehr das Scheinargument der Versorgungssicherheit in die Hannover-Erklärung aufgenommen hat. Selbst die BGR-eigenen Szenarien zur Schiefergasförderung stellen lediglich eine Deckung von 2 – 3% des deutschen Energieverbrauchs in Aussicht. Von einer Auswirkung auf das Preisgefüge spricht selbst die BGR nicht mehr. Erneuerbare Energien leisten hingegen mit einem 13%-Anteil am Primärenergiebedarf bereits heute das Fünffache dessen – ganze ohne die Risiken zehntausender erforderlicher Bohrungen einzugehen.

Für die Anti-Fracking-Bewegung ist der Inhalt der Hannover-Erklärung keine Überraschung. So findet man beispielsweise bei einem Blick ins Kuratorium der BGR Vertreter der Fracking-Konzerne Wintershall und ExxonMobil. Umweltorganisationen sucht man vergebens. Kritische Positionen zum Fracking oder die Forderung nach einer dezentralen, ökologischen Energiepolitik waren
daher nicht zu erwarten.

Abschlusserklärung zur Konferenz „Umweltverträgliches Fracking?“ am 24./25. Juni 2013 in Hannover (Hannover-Erklärung)

* Kommentierter Entwurf (PDF, 251 KB)

* Finalfassung (PDF, 212 KB)

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Trinkwasserschutz: Bürgerinitiative übergibt Forderungen an Kanzlerin Merkel

Logo "Kein CO2-Endlager in der Nordsee"

Logo „Kein CO2-Endlager in der Nordsee“

BETREFF: FRAU DR. MERKEL AM FREITAG IN ST.PETER-ORDING

Am heutigen Freitag stattete Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel Nordfriesland im Rahmen ihres Wahlkampfes einen Kurzbesuch ab. Die Bürgerintiative „Kein CO2-Endlager, kein Fracking“ hätte gern diese Gelegenheit genutzt, der Kanzlerin ihre Haltung zu Fracking, CO2-Verpressung, EOR und EGR darzulegen. Für einen Bürgerdialog hatte Frau Merkel aber keine Zeit. Daher hat Ingbert Liebing (MdB CDU) einen offenen Brief der BI an Frau Dr. Merkel übergeben.

Bürgerinitiative gegen CO2-Enlager e.V.
Marktstraat 15
25842 Langenhorn, den 19.Juli 2013

Offener Brief an die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland Frau Dr. Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

wir heißen Sie willkommen in Schleswig-Holstein, dem Land der Horizonte, dem Land zwischen den Meeren und dem Unesco Weltnaturerbe Wattenmeer. Es ist sehr bedauerlich, dass Sie keine Zeit haben, mit der größten Bürgerinitiative in
Schleswig-Hostein zu sprechen. Wir vertreten seit über 4 Jahren mehrere Tausend Mitglieder, Kreise, Ämter, Gemeinden, Verbände und Vereine.

:: Ein ganzes Bundesland steht geschlossen gegen CCS und Fracking, EOR oder EGR!

Wir fordern Sie auf:

:: Gehorchen Sie Ihrem Amtseid und schützen Sie unsere wichtigste Lebensgrundlage unser Trinkwasser und unsere Natur und Umwelt, auch unter Beachtung des Grundgesetzes Artikel 20a: „Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung“

:: Sorgen Sie dafür, dass das Bergrecht geändert wird! Es ist für uns unverständlich, mit einem veralteten, ehemaligem Kriegsermächtigungsgesetz der Umweltzerstörung Tür und Tor zu öffnen und Zwangsenteignungen zuzulassen!

:: Sorgen Sie dafür, dass Fracking und CO2-Verpressung verboten wird, sei es zur Endlagerung oder zur intensiven Ölförderung! Diese Techniken konterkarieren die von uns allen angestrebte Energiewende, verschlingen Milliarden Euros und zerstören unsere Lebensgrundlage und die Natur.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Petersen, 1. Vorsitzende der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager Schleswig-Holstein

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Planfeststellungsverfahren: RWE Dea will Erdgasförderung in Völkersen erhöhen

Bohrturm Völkersen

Bohrturm Völkersen

RWE Dea hat eine Verdopplung der Erdgasförderung in Völkersen von 500.000 auf 1 Million Kubikmeter Erdgas pro Tag beantragt. Die zuständige Bergbehörde LBEG hat dafür vorschriftsgemäß ein Planfeststellungsverfahren eröffnet und in diesem Rahmen eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVP) angeordnet.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) bezeichnet die UVP als Farce und hat gleichwohl fristgerecht, wie viele weitere besorgte Bürger, eine Einwendung gegen das Vorhaben der RWE Dea AG erhoben. Die Umweltverträglichkeitsuntersuchung wird als völlig unzureichend bezeichnet, weil der Untersuchungsgegenstand unzureichend festgelegt ist, die Methodik pauschal und willkürlich ist und Bewertungsmaßstäbe nicht vorhanden, nicht nachvollziehbar oder willkürlich gewählt sind. In seiner Einwendung zeigt der BBU die Defizite im Detail auf.

Diplom-Physiker Oliver Kalusch vom Geschäftsführenden Vorstand des BBU erklärt hierzu: „An diesem Antrag zeigt sich deutlich, welche Vorstellungen die Gaskonzerne von einer Umweltverträglichkeitsprüfung haben. Es geht anscheinend lediglich darum, formell eine lästige Pflicht zu erfüllen, aber nicht die detaillierte Ermittlung und Bewertung der Umweltbelastungen vorzunehmen. Eine weitgehend fehlende Anlagenbeschreibung, ein zu kleiner Untersuchungsraum, fehlende quantitative Aussagen über die zu erwartenden Umweltbelastungen oder das fast völlige Ausblenden des nicht bestimmungsgemäßen Betriebs sind nur einige Punkte, die diese Untersuchung zu einer Farce machen. Die Untersuchung ist so wenig konkret, dass noch nicht einmal klar ist, ob am Standort eine Gasförderung mittels Fracking erfolgen soll. Dass die zuständige Behörde den Antrag auf dieser Grundlage ausgelegt und nicht zurückgewiesen hat, ist ein Skandal.“

Der BBU sieht sich angesichts dieses exemplarischen Falls in seiner Position bestätigt, dass die von vielen Politikern hoch gelobte und zukünftig geplante Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für Fracking-Vorhaben keine Umwelt- und Gesundheitsschäden verhindern wird. Eine solche UVP hätte lediglich eine Alibifunktion. Der BBU fordert daher das ausnahmslose Verbot von Fracking.

Dass Umweltverträglichkeitsprüfungen für eine per se nicht umweltverträgliche Methode der Gasförderung ein im Grunde zweckloses Unterfangen sind, deutete sich schon an, als im letzten Monat ein „Fachgespräch UVP Fracking“ des Umweltministeriums in Hannover stattfand. Die Aussagen der anwesenden Vertreter des Umweltschutzverbandes BUND und der Bürgerinitiativen war eindeutig: Wir fordern das generelle Fracking-Verbot, daher braucht es auch keine UVP-Regelung für Fracking. Es klang an, dass die UVP-Regelung auch für die bisherige Praxis der Genehmigung der Gasförderung überdacht werden müsse. Einvernehmen unter den teilnehmenden Gruppierungen konnte beim ersten Fachgespräch nicht erzielt werden, ein zweites Fachgespräch wurde für den 26. August 2013 angesetzt.

Die Einwendung des BBU ist im Internet abrufbar.

Allgemeinverständliche Zusammenfassung: Antrag auf Planfeststellung für die Erhöhung des Fördervolumens auf dem Förderplatz der Völkersen Z3/Z11

Anlagen zum PFB Völkersen 2013 [ZIP-file, 12,2 MB]

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Expertenanhörung zum Fracking im Hamburger Umweltausschuss

Hygieia-Brunnen, Innenhof Rathaus Hamburg, Detail

Ist das Wasser sauber? Nachdenklicher Satyr mit Muschelhorn am Hygieia-Brunnen, Innenhof Rathaus Hamburg

In der Bürgerschaftssitzung Ende März ist beschlossen worden, den Umweltausschuss zu beauftragen, eine Expertenanhörung zum Thema Fracking durchzuführen. Diese ist nun für den
8. August 2013 um 17 Uhr
im Kaisersaal des Hamburger Rathauses

angesetzt.

 

Die Öffentlichkeit ist ausdrücklich eingeladen!
______________________________________________________________________________________
Jede Fraktion hat einen Experten („Anhörungsperson“) ihrer Wahl benannt.

Eingeladene Experten sind (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Oliver Kalusch, Bundesverband Bürgerinitiativen (BBU), Witten
  • Stefan Ladage, Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hannover
  • Dr. H. Georg Meiners, ahu AG, Aachen
  • Prof. Dr. Martin Sauter, Geowissenschaftliches Zentrum der Univ. Göttingen
  • Dipl.-Berging. Rainer Zawislo, Kassel

Sowohl den Ausschussmitgliedern als auch den Experten ist klar, dass das im Fokus stehende „Aufsuchungsgebiet Vierlande“ nicht nur die Vier- und Marschlande, sondern den ganzen Süden von Hamburg betrifft, also auch Teile von Wilhelmsburg und Harburg.

Bürgerschaftsanträge, die die Causa betreffen, und die seinerzeit in den Umweltausschuss überwiesen wurden, sind:

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Sondersitzung „Fracking im Harburger Raum“ — Update

Harburger Elbbrücke Südportal

Harburger Elbbrücke Südportal
CC-BY Heidas via wikipedia

03.06.2013 | Presseerklärung zur

Sondersitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz zum Thema „Fracking im Harburger Raum“

am Freitag, dem 14.6.2013 um 17.30 Uhr 18 Uhr
im Bürgerzentrum „Feuervogel“, Maretstraße 50
KORREKTUR: im Rieckhof, Rieckhoffstraße 12
TAGESORDNUNG

In Deutschland werden zur Zeit zahlreiche Erlaubnisse zur Aufsuchung sogenannter unkonventioneller Erdgas- und Erdölvorkommen vergeben. Um das im Gestein gebundene Erdgas zu fördern, wird das Verfahren des Hydraulic Fracturing („Fracking“) angewandt. Hierzu wird u.a. eine mit Chemikalien versetzte Flüssigkeit mit hohem Druck in die Tiefe gepresst, um künstliche Risse zu erzeugen und so das gastragende Gestein aufzubrechen.

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat der Firma ExxonMobil im Dezember 2012 eine „Aufsuchungsgenehmigung Vierlande“ erteilt, die auf den 31.12.2015 befristet ist. Sie betrifft eine Fläche von 150 km² im Hamburger Raum und erlaubt eine Untersuchung und Neubewertung bereits vorhandener Daten und Materialien, um auf dieser Basis eventuell neue Eingriffe durch Bohrungen oder sogar Fracking zu beantragen.

Berichte zum geplanten Frackingvorhaben in Hamburg — „Aufsuchungserlaubnis Vierlande“ — haben die betroffene Bevölkerung beunruhigt und zu Aktivitäten der örtlichen Politik geführt. So gab es bereits in Bergedorf eine Sondersitzung des Regionalausschusses am 12.4.2013, zu der ca. 300 interessierte Besucher kamen. Da das Untersuchungsgebiet „Vierlande“ aber auch große Bereiche Harburgs umfasst, hat der Ältestenrat der Bezirksversammlung Harburg beschlossen, in Harburg eine Sondersitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Regionalausschuss Harburg durchzuführen.

Es sind für die Sitzung am 14.6.2013 folgende Referenten eingeladen:

Frau Dr. Taugs / Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU), Leitung Geologisches Landesamt (GLA)
Herr Hintze / Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), Referatsleiter
Herr von den Eichen / Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), Referatsleiter
Herr Torp / ExxonMobil (angefragt)
 
Es wird nach den Referaten Gelegenheit für Abgeordnete und Bürgerinnen und Bürger geben, kritische Fragen zu dem Vorhaben von ExxonMobil zu stellen. Dabei wird es voraussichtlich um befürchtete Gefahren für Grund- und Trinkwasser und Gebäude der Harburger Region durch Fracking gehen.

Die Bezirksversammlung Bergedorf hat bereits ihre ablehnende Haltung zur Förderung von Kohlenwasserstoffen mittels der Fracking-Technologie im Gebiet des Bezirks Bergedorf bekräftigt.
 
Die Sitzung in Harburg wird von dem Vorsitzenden des Wirtschafts- und Umweltausschusses, Herrn Michael Dose (SPD) und seinem Stellvertreter, Herrn Jürgen Marek (Grüne) gemeinsam moderiert.

Dose: „Wir hoffen auf eine rege Beteiligung der Harburger Bevölkerung an dieser Sondersitzung. Es ist eine gute Gelegenheit, auf die berechtigten Sorgen zum Thema Fracking aufmerksam zu machen. Außerdem versprechen sich die Mitglieder der Bezirksversammlung Harburg umfassende Informationen zur fundierten Beschlussfassung zum Fracking im Bezirk Harburg.“

Marek: „Eine größere Transparenz und Bürgerbeteiligung bei einem so relevanten Thema durch diese Veranstaltung ist grundsätzlich zu begrüßen. Das ist allen Fraktionen ein wichtiges Anliegen. Wir freuen uns daher auf eine möglichst große Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Von der Politik fordert diese Veranstaltung nach eingehender Information eine schnelle und klare Positionierung zum Thema Fracking im Bezirk Harburg.“

Michael Dose und Jürgen Marek
3. Juni 2013

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Fracking-Gesetzgebung: Außen Eis, innen heiß

brennender Eisblock„Aus den Augen, aus dem Sinn“ — der Wähler vergisst schnell. Nach diesem Motto scheint die Regierungskoalition das Frackingfördergesetz auf Eis legen zu wollen, nachdem der Gesetzentwurf peinlicherweise auch nach mehreren Änderungen im vierten Anlauf im Bundeskabinett gescheitert ist und das Thema im Bundestagswahlkampf einen für Schwarz-Geld unangenehm hohen Stellenwert bekommt. Fracking-Gegner werten das Ablassen von der Schnellschuss-Gesetzgebung auch als Erfolg ihres Widerstandes. Der war in den letzten Wochen nach und nach immer massiver worden, als sich Bierbrauer, Mineralwasser- und Getränkeabfüller, Milchproduzenten, Wasserverbände und Teile der Nahrungsmittelindustrie ebenfalls deutlich gegen Fracking aussprachen. Seit Wochen ist auch bekannt, dass über zwei Drittel der Bevölkerung ein striktes Fracking-Verbot wollen.

Das Thema, das eigentlich schnell noch vor der Wahl hatte „abgeräumt“ werden sollen, wurde Merkel und ihrer Truppe nun offenbar doch zu heiß. Es soll nach dem Willen von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und ihrem Wirtschaftsminister Rösler (FDP) unter keinen Umständen Wahlkampfthema werden. In besonderer Weise hat dabei die CDU/CSU-Fraktion mitgewirkt – sie konnte bis zuletzt in innerlicher Zerrissenheit keine Zustimmung zum Gesetzentwurf geben, den Wirtschaftsminister Rösler und Umweltminister Altmaier mit ihren Beratern ausgearbeitet und mehrfach geändert hatten.

Uneinige Union ließ Gesetzesvorhaben scheitern
Nicht nur der Widerstand der FDP und der Erdgasindustrie gegen Einschränkungen des scheinbar ungeregelten Jetzt-Zustandes, sondern auch eine Kontroverse innerhalb der Unionsfraktion stellte das Schnellschuss-Gesetzesvorhaben von Anfang an auf tönerne Füße. Eine vor wenigen Tagen vom Kollegen Döschner beim WDR öffentlich gemachte, unionsinterne E-Mail [PDF, 3,6 MB] eines Abgeordneten an Union-Fraktionsführer Volker Kauder wirft ein Licht auf die Vorgänge, die unter anderem dazu geführt haben, dass die Regierung zunächst die Reißleine gezogen und das Gesetzesvorhaben auf Eis gelegt hat.

Aus dieser Mail wird unter anderem deutlich, dass es gar nicht so sehr um eine strengere Gesetzgebung für besseren Umweltschutz geht, wie es die „rebellischen 80“ innerhalb der Unionsfraktion nach außen dargestellt hatten, sondern vielmehr um Kalkül und wahlkampftaktische Überlegungen. So werden bei einem Versagen der Fracking-Erlaubnis-Gesetzgebung rechtzeitig vor Wahlkampfbeginn vor allem Einbußen im Bundestagwahlkampf befürchtet. Der Schreiber beschwört seinen Fraktionschef, dass dieses Gesetz kommen muss: „Ich erinnere noch einmal an die Landtagswahl in Niedersachsen [Anfang 2013], wo die schwarz-gelbe Koalition das Thema bis zum Schluss nicht abräumen konnte und wir nicht nur Stimmen an die FDP abgegeben haben (…), sondern vor allem in den Bereichen, in denen Fracking ein Thema war,massiv Stimmen an die Grünen verloren haben. Ähnliches wird uns auch im Bundestagswahlkampf blühen.“

Bürgerinitiativen bleiben wachsam
Der Mail-Schreiber wurde nicht erhört, das Gesetz scheiterte am 4. Juni 2013, noch bevor das Verfahren überhaupt richtig begonnen hatte. Die Bürgerinitiativen gegen Fracking, über 50 im gesamten Bundesgebiet, lassen sich von dem scheinbaren Einlenken aber nicht beschwichtigen. Wibke Langhorst vom Aktionsbündnis No Moor Fracking kommentiert treffend: „Nichtsdestotrotz besteht hier weiter dringender Handlungsbedarf, denn so gilt die bisherige Rechtslage weiter, die Frac-Maßnahmen auch nicht verhindert hat. Eine klare Verbotsregelung ist daher im Sinne des Schutzes von Bürgern und Umwelt unumgänglich, nicht zuletzt auch, weil die bisherige deutsche Rechtspraxis der Bergbehörden ohnehin nicht im Einklang mit den schärferen europäischen Vorgaben steht. Auch die Folgen der konventionellen Gasförderung – seien es Erdstöße oder das Verpressen von Millionen Kubikmetern toxischen Lagerstättenwassers in den Boden – müssen dringend in eine umfassende Reform des Bergrechts einfließen.“

Siehe auch:
Fracking verbieten!
Mailingaktion des Umweltinstitut München e.V. an Dr. Angela Merkel

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